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Nachhaltigkeitssoftware: Diese 10 Anforderungen sollte die digitale Lösung erfüllen

Geht es um den Erfolg von Unternehmen, zählt Nachhaltigkeit schon längst zu den entscheidenden Schlüsselfaktoren. Nachhaltigkeitsmanagement ist dabei nicht mehr nur ein Wettbewerbsvorteil, sondern eine wesentliche Grundlage für effektives Wirtschaften.
Unternehmer stehen dabei vor der Herausforderung, ökonomische Interessen und Nachhaltigkeitskriterien in Einklang zu bringen. Gleichzeitig müssen sie neben gesetzlichen Vorgaben auch eigene Ansprüche berücksichtigen. Logische Konsequenz in der Praxis ist die Verwendung einer Nachhaltigkeitssoftware. Diese unterstützt Betriebe bei der systematischen Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele.

Doch welche Anforderungen sollte eine Sustainability Software eigentlich erfüllen, damit sich der Einsatz auch wirklich lohnt? Wir werfen einen Blick auf die zehn wichtigsten Funktionen, die die Software-Lösung umfassen sollte. Außerdem zeigen wir wesentliche Vorteile einer Nachhaltigkeitssoftware auf. Näheres zum Zusammenspiel von Nachhaltigkeit und HSQE-Software erfahren Sie auch in unserem kostenfreien E-Book. Ein Blick hinein lohnt sich!

Wozu eine Nachhaltigkeitssoftware im Unternehmen?

Von der Software für Nachhaltigkeit über die Sustainability Software bis hin zur Software für Nachhaltigkeitsmanagement – digitale Lösungen für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung besitzen viele Namen. Eines haben aber alle gemeinsam: Nachhaltigkeit wird im Arbeitsalltag zunehmend bedeutsamer.

Grund dafür sind nicht nur individuelle Ansprüche an nachhaltiges Wirtschaften im Betrieb, sondern auch die 2015 veröffentlichten UN-Nachhaltigkeitsziele. Diese sind auch als Sustainable Development Goals, kurz SDGs, bekannt. Die Vereinten Nationen haben sich dazu auf 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung im wirtschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und sozialen Bereich festgelegt. Da die Ziele bis 2030 umgesetzt werden sollen, sind sie auch als Agenda 2030 bekannt.

Damit Ihr Betrieb seinen Beitrag dazu leistet, müssen alle Arbeitsbereiche die entsprechenden Compliance-Anforderungen erfüllen. Ein umfassendes Nachhaltigkeitsmanagement garantiert dabei, dass Sie im Sinne der SDGs handeln.

Des Weiteren gibt die CSR-Richtlinie ab 2024 die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes vor. Neben dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz fordert aber auch eine Vielzahl weiterer Gesetze strategische und operative Nachhaltigkeitskonzepte.

Maßnahmen zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit sollten Sie schließlich in eine langfristige Unternehmensstrategie einbinden. Das muss aber nicht zwangsläufig komplex und aufwendig sein. An dieser Stelle kommt die Nachhaltigkeitssoftware ins Spiel: Diese unterstützt Sie dabei, die betrieblichen Auswirkungen auf die Umwelt zu kontrollieren, die soziale Verantwortung zu stärken sowie gesetzlichen Vorschriften (bspw. zu Recycling oder Emissionen) nachzukommen.

Die Aufgabe einer Nachhaltigkeitssoftware ist es vor allem, alle wichtigen Kernelemente im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements zu verzahnen. Dazu gehören neben dem Umweltmanagement auch das Qualitätsmanagement, das Risikomanagement sowie Pflichten, die die menschenrechtliche Verantwortung innerhalb der Lieferkette betreffen.

Kriterienkatalog: 10 wichtige Anforderungen an eine Nachhaltigkeitssoftware

Damit eine Sustainability Software Sie ganzheitlich bei allen Prozessen des Nachhaltigkeitsmanagements unterstützen kann, sollte sie einige wichtige Anforderungen erfüllen. Nachfolgend haben wir die relevantesten Kriterien für die Auswahl einer Nachhaltigkeitssoftware für Sie zusammengefasst:

1. Ganzheitliche Verzahnung des Nachhaltigkeitsmanagements

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Nachhaltigkeitssoftware alle Einheiten miteinander verknüpft, die für die Gesamtsteuerung des Nachhaltigkeitsmanagements nötig sind. Das bedeutet, dass die Software-Lösung alle Aspekte eines ganzheitlichen ESG-Managements umfassen sollte.

Exkurs: Was ist eigentlich ESG-Management?

Die Abkürzung ESG steht für „Environmental Social Governance“ und bezeichnet die drei Bereiche Umwelt, Soziales sowie Unternehmensführung. Grundsätzlich geht es beim ESG-Management darum, mit dem betrieblichen Wirtschaften zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen und dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinauszudenken. Ziel ist es demnach, Prinzipien der Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung in die Unternehmensstrategie aufzunehmen. Folgende Verantwortlichkeiten sollten Sie hierfür berücksichtigen (Auszug):

  • Environment: u. a. Vorbeugung von Umweltrisiken oder -verschmutzungen, Überwachung der Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft sowie Ressourcenverwaltung
  • Social: z. B. Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, Schutz von Menschenrechten sowie gesellschaftliches Engagement (Corporate Social Responsibility, CSR)
  • Governance: bspw. nachhaltige Unternehmenswerte, Kontroll- und Steuerungsprozesse, Compliance, Aufsichtsstrukturen sowie Risikomanagement
ESG-Management mit Hilfe einer Nachhaltigkeitssoftware

Exkurs: Was ist eigentlich ESG-Management?

Die Abkürzung ESG steht für „Environmental Social Governance“ und bezeichnet die drei Bereiche Umwelt, Soziales sowie Unternehmensführung. Grundsätzlich geht es beim ESG-Management darum, mit dem betrieblichen Wirtschaften zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen und dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinauszudenken. Ziel ist es demnach, Prinzipien der Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung in die Unternehmensstrategie aufzunehmen. Folgende Verantwortlichkeiten sollten Sie hierfür berücksichtigen (Auszug):

  • Environment: u. a. Vorbeugung von Umweltrisiken oder -verschmutzungen, Überwachung der Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft sowie Ressourcenverwaltung
  • Social: z. B. Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, Schutz von Menschenrechten sowie gesellschaftliches Engagement (Corporate Social Responsibility, CSR)
  • Governance: bspw. nachhaltige Unternehmenswerte, Kontroll- und Steuerungsprozesse, Compliance, Aufsichtsstrukturen sowie Risikomanagement
ESG-Management mit Hilfe einer Nachhaltigkeitssoftware

2. Überblick über Anlagen und Objekte

Vor allem in Hinblick auf die Nachhaltigkeit Ihrer Anlagen ist es erforderlich, dass Sie innerhalb der Sustainability Management Software alle betrieblichen Objekte erfassen können. Nur so behalten Sie später den Überblick über eingesetzte Ressourcen und erforderliche Instandhaltungsmaßnahmen. Dies dient gleichzeitig als Entscheidungsgrundlage, um ineffiziente Maschinen zu identifizieren und zu ersetzen. In einer effektiven Software für Nachhaltigkeit lassen sich nicht nur alle betrieblichen Anlagen mit Umweltwirkungen verwalten, sondern auch standortbezogen kategorisieren.

3. Verknüpfung von Tarifen

Keine Nachhaltigkeit ohne Kosteneffizienz! Um alle Kosten umweltbezogener Maßnahmen überblicken zu können, ist es zunächst erforderlich, die verwendeten In- und Output-Ressourcen mit den zugehörigen Tarifen zu verbinden. Nur wenn Sie allen Anlagen und Objekten einen Tarif zugeordnet haben, können Sie im Anschluss auch die Kosten für den Verbrauch ermitteln. Auf eine integrierte Möglichkeit zur Tarifhinterlegung sollten Sie daher in jedem Fall achten.

4. Frei definierbare Verwaltung von Ressourcen

Von Gas und Benzin über Strom und Wasser bis hin zu Kohlendioxid-Emissionen: Ressourcen sind von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Mit einer Nachhaltigkeitssoftware sollten Sie daher ganz individuelle Ressourcen verwalten können. Hierfür spielen natürlich auch Ihre festgelegten Umweltkennzahlen eine Rolle. Frei definierbare Maßeinheiten für jede Einheit sind dabei eine Grundvoraussetzung. Bspw. für die Energieverwaltung, die Abfallwirtschaft oder die Emissions- und Kostenüberwachung sollte zudem die Möglichkeit bestehen, Grenzwerte festzulegen. Ebenfalls empfehlenswert sind automatisierte Umrechnungsfaktoren, mit denen Sie Ihre Größen ins Verhältnis setzen können.

5. Ermittlung von Verbräuchen

Ein entscheidender Schritt im Nachhaltigkeitsmanagement ist es, alle umweltrelevanten Verbräuche zu ermitteln. Hierbei können Sie sich in der Regel zwischen absoluter und kumulativer Erfassungsart entscheiden. Bei einer Nachhaltigkeitssoftware sollten Sie darauf achten, dass die Verbrauchserfassung für individuell festgelegte Zeiträume möglich ist. Ebenso sind ein frei wählbarer Startwert sowie Anpassungsmöglichkeiten im Falle eines Zählerwechsels ratsam. Die Software-Lösung sollte zudem dazu beitragen, dass Einsparpotenziale anhand des Ressourcenverbrauches direkt ersichtlich werden.

6. Erstellung von Umweltreportings für Berichterstattungen

Umweltreportings sind Teil der Nachhaltigkeitssoftware

Elementarer Bestandteil einer Sustainability Reporting Software ist die Möglichkeit, alle erhobenen Daten kompakt auszuwerten. Schließlich bilden Auswertungsfunktionen die Grundlage für die Erstellung von Umweltreportings oder Nachhaltigkeitsberichten. Mit einer umfassenden Software-Lösung lassen sich Statistiken aus den hinterlegten Verbrauchsdaten erstellen.

Umweltreportings sind Teil der Nachhaltigkeitssoftware

Elementarer Bestandteil einer Sustainability Reporting Software ist die Möglichkeit, alle erhobenen Daten kompakt auszuwerten. Schließlich bilden Auswertungsfunktionen die Grundlage für die Erstellung von Umweltreportings oder Nachhaltigkeitsberichten. Mit einer umfassenden Software-Lösung lassen sich Statistiken aus den hinterlegten Verbrauchsdaten erstellen.

Optimalerweise sind dabei verschiedene Visualisierungsformen wie Linien- oder Balkendiagramme sowie unterschiedliche Such- und Filterfunktionen nutzbar. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Ressourcen für individuelle Zeiträume auswertbar und in verschiedenen Formaten exportierbar sind. Nur so können Sie diese für die betriebliche Berichterstattung weiterverwenden.

7. Zuordnung von Maßnahmen für das Nachhaltigkeitsmanagement

Anhand der Verbrauchserfassung und des Umweltreportings identifizieren Sie Probleme und Einsparpotenziale aller Unternehmensbereiche. Nachhaltigkeitsmanagement hört hier aber noch längst nicht auf. Ihre Aufgabe ist es nun, Maßnahmen zur Optimierung des Nachhaltigkeits- und Umweltmanagements einzuleiten.

Dabei geht es zum einen darum, Verantwortliche für Berichts- und Dokumentationspflichten festzulegen, Maschinen zu warten oder Tarife und Anlagen zu ersetzen. Zum anderen betreffen erforderliche Änderungen aber auch alltägliche Produktionsprozesse oder Verhaltensweisen Ihrer Mitarbeiter. Eine Software für Nachhaltigkeitsmanagement sollte daher in jedem Fall ein integriertes Maßnahmenmanagement beinhalten. Darin lassen sich dann bspw. wichtige Richtlinien zum Umweltschutz mittels elektronischer Schulungen vermitteln.

8. Nachverfolgung und Dokumentation von Umweltzielen

Ein weiteres Kriterium, welches Sie nicht vergessen sollten, ist die Nachverfolgung von Umweltzielen mit Hilfe der Software für Nachhaltigkeit. Diese stellt den Ausgangspunkt für die fortwährende Verbesserung der spezifischen Umweltaspekte dar. Ziel der Nachhaltigkeitssoftware ist es, Umweltziele systematisch zu überblicken und zu überwachen. Neben der Dokumentation aller Nachhaltigkeitsentwicklungen sollte daher auch ein IST-SOLL-Abgleich im Funktionsumfang inbegriffen sein. Hier können Sie sich in der Regel die betriebliche Leistung im Vergleich zu Ihren Nachhaltigkeitszielen anzeigen lassen.

9. Einhaltung von Nachhaltigkeitsvorschriften

Besonders bei einer Vielzahl von Umweltaspekten ist es mehr als aufwendig, die jeweiligen rechtlichen Vorgaben im Überblick zu behalten. In der Software-Lösung sollten Sie daher alle geltenden Rechte und Pflichten im Bereich Nachhaltigkeit, Umwelt sowie CSR hinterlegen können. Dabei bietet sich vor allem der Zugang zu einer Rechtsdatenbank an, die automatisch aktualisiert wird. Eine Verknüpfung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen mit den entsprechenden Vorschriften ist ebenfalls hilfreich.

10. Nachhaltigkeit durch Compliance, Gesundheits- und Arbeitsschutz

Oftmals verfolgen digitale Lösungen im Nachhaltigkeitsmanagements hauptsächlich ökologische Ansätze. Eine ganzheitliche Lösung sollte jedoch alle Unternehmensprozesse nachhaltig gestalten. Entscheidend ist dabei natürlich ebenso die Organisation und Dokumentation von Gesundheits- und Arbeitsschutzmaßnahmen sowie die Einhaltung von Compliance-Richtlinien. Auch sie sind ein wesentlicher Bestandteil einer Nachhaltigkeitssoftware.

Der ganzheitliche Ansatz einer Sustainability Software ist wichtig.
Der ganzheitliche Ansatz einer Sustainability Software ist wichtig.

Oftmals verfolgen digitale Lösungen im Nachhaltigkeitsmanagements hauptsächlich ökologische Ansätze. Eine ganzheitliche Lösung sollte jedoch alle Unternehmensprozesse nachhaltig gestalten. Entscheidend ist dabei natürlich ebenso die Organisation und Dokumentation von Gesundheits- und Arbeitsschutzmaßnahmen sowie die Einhaltung von Compliance-Richtlinien. Auch sie sind ein wesentlicher Bestandteil einer Nachhaltigkeitssoftware.

Nur wenn Ihre Angestellten gesund und geschützt arbeiten, wird Ihr Unternehmen langfristig erfolgreich sein. Nachhaltigkeit bezieht sich schließlich nicht nur auf Umweltschutzziele, sondern ebenso auf eine nachhaltige Personalentwicklung, Kostenverwaltung oder Mitarbeiterschulung.

Vorteile einer Nachhaltigkeitssoftware im Überblick

Abschließend haben wir Ihnen die Vorteile einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitssoftware noch einmal zusammengefasst (Auszug):

  • systematische Verfolgung von Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitszielen
  • Steigerung der Rentabilität durch kontinuierliche Kostenüberwachung
  • Senkung der Kosten durch effizienten Rohstoffeinsatz
  • Einhaltung von Umweltgesetzen und -vorgaben
  • Reduzierung von Unfall- und Gesundheitsrisiken
  • Verbesserung des Images
  • Festigung der Marktposition durch nachhaltige und umweltfreundliche Produkte

Mit der Software-Lösung iManSys können Sie sämtliche umweltrelevante Daten systematisch erfassen und transparente Verbrauchsreportings erstellen. Unsere Software-Welt „Nachhaltigkeit & Umwelt“ ermöglicht die intelligente Verknüpfung aller Nachhaltigkeitsaspekte im Unternehmen. Sie sparen dadurch vor allem Zeit, Geld und organisatorischen Aufwand für die Planung, Durchführung, Überwachung und Dokumentation. Mit Hilfe unseres ganzheitlichen Ansatzes kommen Sie so Ihren Nachhaltigkeitszielen in allen Unternehmensbereichen nach. Wie das Nachhaltigkeitsmanagement mit iManSys genau funktioniert, erfahren Sie in unserem kostenfreien E-Book zum digitalen HSQE-Management. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Weiterführende Infos:

Gabler Wirtschaftslexikon (2019): ESG-Kriterien. Online verfügbar unter https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/esg-kriterien-120056/version-369280 (Zuletzt abgerufen am 07.04.2022).

Weber, G. & Bodemann, M. (2018): CSR und Nachhaltigkeitssoftware. Softwareanwendungen, Werkzeuge und Tools. Berlin, Heidelberg: Springer Gabler.

Der Einfachheit und besseren Lesbarkeit halber wird im Text das generische Maskulinum verwendet – gemeint sind damit immer alle Geschlechter.

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