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Prävention im Arbeitsalltag: Der Berufskrankheit zuvorkommen

Erkrankungen machen ca. 90 Prozent der Arbeitsunfähigkeitsfälle in Unternehmen aus. Studien des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) ergaben, dass rund ein Drittel der Erkrankungen durch unangemessene Arbeitsbedingungen entsteht. Zu den drei größten Gesundheitsrisiken auf Arbeit zählen dabei mit 38 Prozent Infektionsgefahren, mit 32 Prozent psychische Belastungen sowie mit 30 Prozent körperliche Verletzungsrisiken (Lenstore, 2020). Die gute Nachricht: Mit gezielten Maßnahmen der Prävention im Arbeitsschutz kommen Sie Berufskrankheiten und Gesundheitsschäden zuvor.

In unserem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wieso Prävention im Arbeitsalltag so wichtig ist und welche Präventionsmaßnahmen hierfür zum Einsatz kommen. Außerdem erfahren Sie, warum gesunde Beschäftigte ein entscheidender Erfolgsfaktor für nachhaltige Unternehmen sind. Eine besondere Rolle nimmt dabei die Arbeitsmedizinische Vorsorge ein. Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, dann empfehlen wir Ihnen unser themenbezogenes Whitepaper.

Was bedeutet Prävention im Arbeits- und Gesundheitsschutz?

Prävention sollte in Ihrem Unternehmen kein abstrakter Begriff bleiben. Konkret geht es um die Vermeidung von Berufskrankheiten, Arbeitsunfällen sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, die sowohl im Interesse des Arbeitgebers als auch der Angestellten liegen. Daneben sorgen Sie so für eine wirksame Erste Hilfe und vermeiden die Verschlimmerung bereits bestehender Krankheiten.

Präventive Maßnahmen sind deshalb so wichtig, da Sie handeln, bevor etwas passiert. So lassen sich Kranken- und Unfallzahlen Ihrer Mitarbeiter deutlich in Richtung Null-Bereich senken und Ausfallzeiten minimieren. Der Schutz Ihrer Beschäftigten steht dabei natürlich an erster Stelle. Der Faktor Krankheit hat jedoch ebenso wirtschaftliche Folgen für Ihr Unternehmen.

Entscheidend ist, dass Sie physische als auch psychische Belastungen und Gefährdungen, die sich für Ihre Angestellten durch die Arbeitstätigkeit ergeben, möglichst frühzeitig erkennen. Anschließend kommt es dann auf die Ableitung entsprechender Präventionsmaßnahmen im Arbeitsschutz an. Eine effektive Prävention im Arbeitsschutz sollte dabei immer einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Das bedeutet für Sie, sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Maßnahmen mit Aspekten des Gesundheitsschutzes zu verbinden.

Leider wird der Präventionsbegriff in Unternehmen teilweise falsch verstanden und bspw. für zeitlich beschränkte Projekte zur Gesundheitsförderung eingesetzt. Besser ist es, sich an den folgenden zwei Kriterien zu orientieren: Richten Sie Präventionsmaßnahmen unbedingt nachhaltig aus und setzen Sie diese im Arbeitsalltag kontinuierlich ein.

Übrigens:

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz aller Beschäftigten und die damit verbundene Präventionsarbeit gehören zu den Pflichten des Arbeitgebers. Die Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen als Unfallversicherungsträger unterstützen Unternehmer dabei. Entsprechende Vorgaben zu den "Grundsätzen der Prävention" finden sich hierzu in der DGUV Vorschrift 1.

Grundsätze der Prävention in der DGUV Vorschrift 1
Grundsätze der Prävention in der DGUV Vorschrift 1

Übrigens:

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz aller Beschäftigten und die damit verbundene Präventionsarbeit gehören zu den Pflichten des Arbeitgebers. Die Berufsgenossenschaften und die Unfallkassen als Unfallversicherungsträger unterstützen Unternehmer dabei. Entsprechende Vorgaben zu den "Grundsätzen der Prävention" finden sich hierzu in der DGUV Vorschrift 1.

Warum ist Prävention im Arbeitsalltag so wichtig?

Gesundheitsrisiken finden sich leider an jedem Arbeitsplatz. Diese fangen bei physischen Belastungen durch schweres Heben und Tragen oder dauerhaftes Sitzen im Bürostuhl an. Aber auch psychische Belastungen durch negativen Stress haben viele Auslöser, wie bspw. Überforderung, ein schlechtes Betriebsklima oder zu lange Arbeitszeiten. Für gesundheitliche Probleme sorgen außerdem Faktoren in der Arbeitsumgebung selbst. Denken Sie an dauerhaften Lärm, eine schlechte Belüftung oder eine mangelhafte Beleuchtung – und das jeden Tag.

Einige Branchen sind dabei stärker betroffen als andere. So ist vor allem der regelmäßige Umgang mit Gefahrstoffen sowie biologischen Arbeitsstoffen risikobehaftet. Infektionen, Haut- oder Atembelastungen sind nur einige Beispiele für mögliche Konsequenzen. Doch was heißt das eigentlich konkret? Werfen wir einen Blick auf die Gesundheitsrisiken in der Praxis:

Zahlen und Fakten zu gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz:

Die in Österreich durchgeführte Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung zum Thema "Arbeitsunfälle und arbeitsbezogene Gesundheitsprobleme" 2020 zeigt: Fast 80 Prozent aller Erwerbstätigen sind mindestens einem körperlichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Zu den häufigsten Gesundheitsrisiken gehören dabei sich wiederholende Hand- oder Armbewegungen, schmerzhafte Arbeitshaltungen, Lärm sowie Ausrutschen, Stolpern oder Stürzen. Aber auch extreme Hitze und Kälte sowie die Arbeit mit Chemikalien, Feuchtigkeit, Staub und Dämpfen sind wichtige Aspekte.

Auch psychische Gesundheitsrisiken sind mit rund 60 Prozent viel zu häufig vertreten. Besonders auffällig sind die beiden Aspekte "starker Zeitdruck oder Arbeitsüberlastung" sowie "Umgang mit schwierigen Kunden oder Patienten", welche am meisten ins Gewicht fallen.

Teilweise führen die Risiken am Arbeitsplatz dazu, dass Beschäftigte ihren Beruf zukünftig nicht mehr ausüben können. Zu diesen Gefahren zählen mit mehr als 43 Prozent vor allem die ungesunde Körperhaltung, mit 36 Prozent aber auch Überforderung und hoher Leistungsdruck sowie mit 21 Prozent das Tragen schwerer Lasten (F. A. Z.-Institut, 2019).

Zu den häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland gehörten 2019 übrigens Hauterkrankungen, dicht gefolgt von Lärmschwerhörigkeit, Problemen mit der (Lenden-) Wirbelsäule sowie Lungen- und Kehlkopfkrebs (Statista, 2020).

Die Daten machen deutlich, dass die Mehrheit der Beschäftigten einer Vielzahl an Gesundheitsrisiken ausgesetzt ist. Im schlimmsten Fall führen ungünstige Arbeitsbedingungen zu Berufskrankheiten, die mit folgenschweren Konsequenzen für das Unternehmen als auch den Arbeitnehmer selbst verbunden sind.

Hinzu kommen neue Technologien und Arbeitsprozesse, die die Organisation und Gestaltung einzelner Tätigkeiten verändern. Das führt wiederum zu neuen Risikobereichen, die das Stresslevel steigern und so die psychische und physische Gesundheit gefährden. Frühzeitige Präventionsmaßnahmen kommen Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen zuvor und sind somit ein unverzichtbarer Bestandteil im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Arten der Prävention

Prävention lässt sich in die folgenden drei Stufen unterteilen:

  • Primärprävention (Schadensverhütung): Ziel der ersten Stufe ist es, die Gesundheit aller Mitarbeiter zu fördern sowie die Entstehung von Krankheiten vorzubeugen. Mögliche Maßnahmen sind bspw. Bewegungsangebote, Suchtprävention oder Impfungen.
  • Sekundärprävention (Schadensbegrenzung): Hierbei geht es konkreter um die Früherkennung sowie Behandlung von Krankheiten. Bei dieser Stufe bestehen also noch keine oder gering ausgeprägte Symptome, deren weitere Entwicklung begrenzt wird. Beispiele hierfür sind Vorsorgeuntersuchungen oder Screenings.
  • Tertiärprävention (Schadensrevision): Gemeint sind alle Maßnahmen, die auf die Minimierung von Folgeschäden nach der Krankheitsbehandlung abzielen. Dazu gehören u. a. Nachsorgeprogramme, Rehabilitation oder betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM).

Daneben sollten Sie den Unterschied zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention kennen. Die Verhaltensprävention, die auch als personale Prävention bekannt ist, geht vom einzelnen Angestellten aus. Der Fokus liegt dabei darauf, dass individuelle gesundheitsförderliche Verhalten am Arbeitsplatz zu unterstützen. Das Mittel der Wahl sind in der Regel Aufklärungs- und Informationsmaßnahmen, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter für gesundes Arbeiten sensibilisieren. Außerdem kommen auch Maßnahmen in Frage, die Verhaltensänderungen beabsichtigen, wie bspw. Ernährungskurse, Anti-Stress-Programme oder Betriebssport.

Neben dem persönlichen Verhalten spielen natürlich auch Umgebungseinflüsse eine Rolle. Richten Sie diese gesundheitsförderlich aus, dann ist die Rede von Verhältnisprävention. Diese Art der Prävention umfasst die gesundheitsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeitsmittel sowie der Arbeitsbedingungen. Wichtig dabei ist, dass die gesamte Arbeitsumwelt der langfristigen Gesundheitsprävention entspricht.

Grundregeln der Prävention:

1. Ziehen Sie die Verhältnisprävention immer der Verhaltensprävention vor.

2. Setzen Sie zuerst auf die Primärprävention und erst danach auf die Sekundärprävention.

Welche Präventionsmaßnahmen kommen im Arbeits- und Gesundheitsschutz zum Einsatz?

Präventionsmaßnahmen sind für alle Arbeitsbereiche vorhanden. Eines haben alle gemeinsam: Die Gefährdungsbeurteilung zeigt, welche präventiven Schritte für jeden Arbeitsplatz notwendig sind. Für einen vorbeugenden Gesundheitsschutz kommen vor allem Persönliche Schutzausrüstungen (PSA), Hygienemaßnahmen oder arbeitsmedizinische Vorsorgeunteruntersuchungen zum Einsatz. Natürlich sind aber auch Mitarbeiterunterweisungen zu Themen wie Erste Hilfe, Ergonomie am Arbeitsplatz oder Gesundheit im Berufsalltag ein wesentlicher Bestandteil.

Weiterhin sind für die Vorsorgearbeit Maßnahmen zur Förderung einer gesunden Ernährung oder ausreichend Bewegung sowie Programme zur Suchtprävention empfehlenswert. Beachten Sie, dass objektive Präventionsmaßnahmen individuellen Schutzmaßnahmen (wie der Persönlichen Schutzausrüstung) stets vorzuziehen sind.

Grundlegend lassen sich präventive Maßnahmen folgenden Bereichen zuordnen (Auszug):

  • Sicherheitstechnik, wie Maschinenschutz
  • Arbeitsmedizin, z. B. Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • Arbeitshygiene, bspw. sicherer Einsatz der Gefahrstoffe
  • Arbeitswissenschaft bzw. Ergonomie, z. B. ergonomische Gestaltung der Arbeitsmittel
  • Arbeitsorganisation, wie konkrete Regelung der Arbeitsabläufe

Außerdem sollten Sie nicht vergessen, dass die betriebliche Prävention nicht losgelöst vom Privatleben Ihrer Beschäftigten stattfinden kann. Aspekte, die die gesunde Ernährung oder die regelmäßige Bewegung betreffen, sind immer auch mit der persönlichen Lebenswelt jedes Mitarbeiters verbunden. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie bei der Maßnahmengestaltung auf die Lebensumstände Ihrer Angestellten eingehen sowie Faktoren wie Geschlecht und Alter berücksichtigen. So sehen Maßnahmen für junge Berufsanfänger in der Regel anders aus, als jene für ältere oder chronisch vorerkrankte Beschäftigte.

Spezialfall: Prävention psychischer Belastungen

Prävention von psychischen Belastungen

Seit 2013 müssen Unternehmen laut Arbeitsschutzgesetz auch psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen. Und das mit gutem Grund: Seit 2009 haben psychische Erkrankungen im Beruf um mehr als 40 Prozent zugenommen. Nicht selten führen die Belastungen zu einer Berufsunfähigkeit. So lagen im Jahr 2018 psychische Erkrankungen wie Burn-out oder Depressionen mit 37 Prozent noch über anderen Auslösern (Swiss Life, 2018). Laut der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) sind dabei ganze 50 bis 60 Prozent aller Fehlzeiten mit Stress am Arbeitsplatz verbunden.

Prävention von psychischen Belastungen

Seit 2013 müssen Unternehmen laut Arbeitsschutzgesetz auch psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen. Und das mit gutem Grund: Seit 2009 haben psychische Erkrankungen im Beruf um mehr als 40 Prozent zugenommen. Nicht selten führen die Belastungen zu einer Berufsunfähigkeit. So lagen im Jahr 2018 psychische Erkrankungen wie Burn-out oder Depressionen mit 37 Prozent noch über anderen Auslösern (Swiss Life, 2018). Laut der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) sind dabei ganze 50 bis 60 Prozent aller Fehlzeiten mit Stress am Arbeitsplatz verbunden.

Auch hier gibt es eine Reihe von Maßnahmen, mit denen Sie psychischen Belastungen frühzeitig vorbeugen können. Diese lassen sich bspw. im Rahmen des arbeitsmedizinischen Vorsorgegespräches abklären. Daneben spielt besonders die Arbeitsorganisation eine entscheidende Rolle: So sollten Sie Dienst- und Pausenpläne mit den Wünschen Ihrer Angestellten in Einklang bringen und auf definierte Ruhe- und Pausenzeiten sowie ein reguliertes Arbeitstempo achten.

Neben externen Faktoren wie der Lärmreduktion kommt es auch auf die Aufklärung und Sensibilisierung Ihrer Beschäftigten mit Hilfe spezieller Unterweisungen an. Ihr Fokus sollte aber verstärkt auf der sozialen Unterstützung im Team liegen. Hierbei helfen vor allem eine wertschätzende Kommunikation sowie regelmäßige Feedbackgespräche, um die psychische Gesundheit zu fördern.

Dreh- und Angelpunkt der Prävention: Die Arbeitsmedizinische Vorsorge

Tatsächlich besteht laut dem Arbeitsschutzgesetz die Pflicht für jeden Arbeitgeber, die medizinische Betreuung seiner Beschäftigten zu gewährleisten. Und auch umgekehrt haben Angestellte gemäß der Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) das Recht auf eine entsprechende arbeitsmedizinische Beratung und Untersuchung.

Zu einer umfassenden Arbeitsmedizinischen Vorsorge gehört die Einschätzung, wie Arbeitsumfeld und Gesundheit zusammenwirken. Von Bedeutung sind hierbei die individuelle Aufklärung jedes Mitarbeiters sowie eine ärztliche Beratung inklusive Arbeitsanamnese. Gleichzeitig sind auch spezielle Untersuchungen möglich – oftmals ist aber ein persönliches Beratungsgespräch ausreichend.

Die Arbeitsmedizinische Vorsorge umfasst übrigens die drei verschiedene Arten Pflichtvorsorge, Angebotsvorsorge sowie Wunschvorsorge. Was hierbei genau zu beachten ist, erfahren Sie in unserem Artikel zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge.

In der Regel führt der Betriebsarzt die Vorsorgeuntersuchungen durch. Darüber hinaus ist es aber auch seine Aufgabe, das Unternehmen rund um den Gesundheitsschutz zu beraten. Er hilft somit dabei, die Ursachen für arbeitsbedingte Erkrankungen und Unfälle zu identifizieren und passende präventive Maßnahmen abzuleiten.

Die Arbeitsmedizinische Vorsorge als Präventionsmaßnahme
Die Arbeitsmedizinische Vorsorge als Präventionsmaßnahme

In der Regel führt der Betriebsarzt die Vorsorgeuntersuchungen durch. Darüber hinaus ist es aber auch seine Aufgabe, das Unternehmen rund um den Gesundheitsschutz zu beraten. Er hilft somit dabei, die Ursachen für arbeitsbedingte Erkrankungen und Unfälle zu identifizieren und passende präventive Maßnahmen abzuleiten.

Gesunde Mitarbeiter als zentraler Erfolgsfaktor eines nachhaltigen Unternehmens

Präventionsarbeit zahlt sich in jedem Fall aus, denn gesundheitsfördernde Maßnahmen erhöhen die Produktivität bei der Arbeit. Das belegt u. a. die Studie „The Snowball Effect of Healthy Offices“, laut der verschiedene Faktoren eines gesunden Büros die Produktivität der Angestellten um zehn bis 20 Prozent erhöhen. Dazu zählen bspw. gute Lichtbedingungen, eine gesunde Ernährung, die Förderung der mentalen Balance sowie mehr Bewegung, u. a. durch Steharbeitsplätze (University of Twente & CBRE, 2017).

Klar ist, dass gestresste Beschäftigte nachweislich mehr Fehler machen und demnach weniger produktiv sind. Im Umkehrschluss bedeutet das: Gesunde Mitarbeiter stehen in direktem Zusammenhang mit einem erfolgreichen Unternehmen. Bedenken Sie dabei auch, dass sich jede arbeitsbedingte Erkrankung nicht nur auf das persönliche Wohlbefinden Ihrer Angestellten auswirkt, sondern ebenso mit Ausfallzeiten und Betriebsstörungen verbunden ist. Wirkungsvolle Präventionsprogramme können die Fehlzeitenrate Ihrer Belegschaft jedoch um durchschnittlich 26 Prozent senken.

Im schlimmsten Fall kann es zu einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit kommen, so dass Beschäftigte ihren Beruf gar nicht mehr ausüben können. Dann gehen Ihrem Unternehmen vor allem Wissen und Erfahrung verloren – Faktoren, die es zu verhindern gilt. Schließlich ist die damit verbundene Nachfolgeplanung aufgrund des Fachkräftemangels nicht selten eine große Herausforderung.

Des Weiteren sind die Ausgaben für Krankheits- und Versorgungskosten in der Regel deutlich höher, als Investitionen in Präventionsmaßnahmen für die Arbeitssicherheit. Jeder in den Arbeits- und Gesundheitsschutz eingezahlte Euro kommt Ihrem Betrieb am Ende zugute und fördert die Nachhaltigkeit, da so nicht nur der Krankenstand sinkt, sondern auch die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter steigt. Ein nachhaltiges Wachstum in Ihrem Betrieb können Sie somit nur erreichen, wenn Sie bewusst auf Prävention setzen.

Wussten Sie schon,

dass über 40 Prozent der Erwerbstätigen der Meinung sind, dass ihr Betrieb die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ernster nehmen sollte und diese dadurch verbessern könnte (Lenstore, 2020)?

Eine wesentliche Grundlage hierfür ist die Planung und Durchführung der Arbeitsmedizinischen Vorsorge. Um dabei den organisatorischen Aufwand zu reduzieren, lohnt sich der Einsatz einer HSQE-Software-Lösung. Mit iManSys nehmen Sie die entsprechende Vorsorgeplanung und -dokumentation in nur wenigen Schritten vor und verwalten alle Termine digital. Neben der Fristenüberwachung ist aber auch die Ableitung notwendiger Maßnahmen für Ihre Angestellten möglich. So stellen Sie den langfristigen Arbeits- und Gesundheitsschutz für alle Beschäftigten in Ihrem Unternehmen sicher.

Worauf es bei der Arbeitsmedizinische Vorsorge konkret ankommt und wie die Digitalisierung von Gesundheitsschutzmaßnahmen im Detail funktioniert, haben wir Ihnen in unserem kostenfreien Whitepaper zusammengefasst. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Weiterführende Infos:

Ausschuss für Arbeitsmedizin (AfAMed, 2021): Arbeitsmedizinische Prävention. Fragen und Antworten (FAQ). Online verfügbar unter https://www.baua.de/DE/Aufgaben/Geschaeftsfuehrung-von-Ausschuessen/AfAMed/pdf/Arbeitsmedizinische-Praevention-FAQ.pdf?__blob=publicationFile (Abgerufen am 20.05.2022).

DGUV (o. J.): Prävention. Online verfügbar unter https://www.dguv.de/de/praevention/index.jsp (Abgerufen am 25.05.2022).

Der Einfachheit und besseren Lesbarkeit halber wird im Text das generische Maskulinum verwendet – gemeint sind damit immer alle Geschlechter.

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